Dies ist ein Archiv der Seite des Studierendenrates, wie sie bis zum 11.09.2018 bestand. Die aktuelle Seite findet sich auf https://www.stura.uni-heidelberg.de

Studierendenrat der Universität Heidelberg

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Der StuRa ist Mit­glied der LaStuVe BaWü, des fzs, des DAAD, des VSB, des bas, des ABS und des BDWi

Das Dschungelbuch
- der StuRa-Wegweiser durch die Uni

Die Human Library in HD - Wir brauchen deine story!

Das human library project soll nach Heidelberg kommen! Ein Arbeitskreis aus den autonomen Referaten, dem StuRa und interessierten Studis will dieses tolle Projekt auf die Beine stellen.

So viel schonmal vorweg:

Es geht um Austausch und darum, Vorurteile abzubauen.

 

Und so wird es aussehen:

Wir haben eine "Bücherei" - das ist die Veranstaltung, der geschützte Rahmen.

Und natürlich gibt es in dieser Bücherei auch "Bücher" - das sind Menschen, die von Stereotypen betroffen sind.

Das können z.B. sein: alleinerziehende Mütter, Menschen mit Behinderungen oder psychischen Störungen, Leute die von Rassismus, Homophobie, oder Transphobie betroffen sind, Menschen die obdachlos waren/sind, Menschen die mal in einer Sekte waren... you get the idea. Menschen, die immer wieder dieselben Fragen gestellt bekommen - oder noch schlimmer: die gar nicht erst gefragt werden, bevor man falsche Annahmen über sie macht!

Diese Bücher kann man ausleihen. Das bedeutet, sich mit ihnen zu unterhalten, und ihnen Fragen zu stellen, aber auch zuzuhören, was sie zu erzählen haben. Natürlich sollte man Bücher immer pfleglich behandeln! Und wenn es dann Zeit ist, bedankt man sich und stellt das "Buch" wieder zurück.

Kannst du dir vorstellen, deine Geschichte zu erzählen, und auf die Fragen von interessierten Menschen zu antworten?

Schonmal vorweg: Es kann sein, dass du dabei auf Fragen oder auch Vorurteile stößt, die du vielleicht schon kennst und die dir schon zum Hals heraushängen. Trotzdem ist die Human Library ein sicherer Ort: diskriminierende Aussagen oder Beleidigungen sind nicht okay. Dafür aber: einfach mal fragen können, ohne Angst, "dumme Fragen" zu stellen.

Aber: Austausch ist eine verdammt gute Möglichkeit, dazuzulernen, und Vorurteile abzubauen. Und das bedeutet, dass sich in Zukunft weniger Menschen diesen Fragen stellen müssen.

 

Interesse?

Oder du möchtest einfach bei der Orga helfen?

Schreib uns eine mail: frauen_nb(at)stura.uni-heidelberg.de

 

 

 

 

 

 

SoSe 18: Wir kommen! Neuigkeiten vom FuN-Ref

  • Wow, was für eine tolle Party! Letzte Woche bei der MatPhysTheo: wir waren dabei, und haben auf der größten Fachschaftsparty die Awareness-Schicht organisiert. Mit Postern, einem Safer Space und Awareness-Ansprechpartner*innen haben wir dafür gesorgt, dass sich alle noch wohler fühlen konnten als sonst.
  • Diesen Donnerstag und Freitag kommt das Life is a Beach Kollektiv nach Heidelberg und veranstaltet Workshops zum Thema Selbstfürsorge und Radical Softness. Wir freuen uns schon tierisch drauf! Mehr Infos dazu auf unserer Facebook-Seite.
  • Wir planen wieder Großes! Wir wollen noch nichts verraten, aber wir werden uns dafür mit verschiedensten Initiativen in Heidelberg vernetzen, um eine ganz tolle Idee auf die Beine zu stellen.

 

Komm bei uns vorbei! Schnupper einfach mal in unsere Sitzungen rein (mittwochs, ab 18:30)... Wir freuen uns auf dich! Wir suchen immer neue Leute mit coolen Ideen.

 

Liebe Grüße,

euer FuN-Referat

FuN, FuN, FuN: Neuigkeiten aus dem WS 17/18

Hallo ihr Lieben,

wir haben seit Beginn dieses Semesters ein paar erfolgreiche und ereignisreiche Wochen hinter uns!

Nach der Vorstellung bei der Studienauftaktmesse und einigen Ersti-Veranstaltungen haben wir zahlreiche motivierte und tolle neue Mitglieder "bekommen", die viele neue Ideen mitbringen.

Außerdem haben wir ein paar erste erfolgreiche Veranstaltungen hinter uns: wir haben einen Theater- und Poetry-Workshop zum Thema "Selbstliebe und Body Positivity" veranstaltet, der sehr gut angekommen ist.

Vor kurzem haben wir uns mit zwei Schulklassen getroffen und darüber gesprochen, was Queerfeminismus bedeutet. Dabei ging es richtig ans theoretisch Eingemachte: wir haben über das binäre Geschlechtssystem diskutiert, und warum das die Wurzel von Sexismus ist.

Leider ist sexualisierte Gewalt ein Problem, das jeden Lebensbereich, in jeder Gesellschaftschicht, in jedem Alter betrifft. Wir wollen mehr Daten dazu sammeln, wo Sexismus, sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt an der Uni Heidelberg statt finden. Deswegen haben wir in letzter Zeit verstärkt für unsere Vorfallmeldung geworben, die ihr auch hier auf der StuRa-Seite findet (Referate>Frauen*-und Nonbinary-Referat>Vorfalmeldung).

Und auch diese Woche gibt es viel Neues: gestern wurde die von uns vorgeschlagene neue Referentin, Judith Treiber, durch die Wahl vom StuRa bestätigt. Juhu! Wir haben jetzt zwei offizielle Referent*innen, die uns vertreten. Judith hat auch gleich viel zu tun, und wird auf der Demo am 25.11., Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen, eine Rede zum Hashtag #metoo halten. Außerdem wird sie mit Heidelred bei einem Radio-Interview über Sexismus an Hochschulen sprechen.

Und morgen, 23.11., 19:00 in der Unteren Straße 11, kommt das Highlight, auf das wir uns schon seit Wochen freuen: der queerfeministische Poetry-Abend! Zum Auftakt werden wir einen Vortrag über Gender-Sprache hören. Danach gibt es eine offene Bühne für alle, die von geschlechtsspezifischer Diskriminierung betroffen sind. Und dann wird Miedya Mahmod auftreten, eine Poetry-Slammerin, die schon bei zahlreichen wichtigen Slams aufgetreten ist.

Im Dezember werden wir dann zu einem gemütlichen queerfeministischen Märchenabend einladen.

Und auch für nächstes Jahr haben wir schon unglaublich viele tolle Pläne. Wir brauchen dich, um die alle umsetzen zu können! Deinen input, dein know-how, deine Ideen. Komm einfach vorbei oder schreib uns eine Mail, wenn du uns kennenlernen möchtest.


Liebe Grüße,

Judith Treiber und Laura G.,

sowie das gesamte Frauen* und Nonbinary-Referat

Anlässlich des Weltfrauen*tags am 8. März 2017

Warum internationaler Frauen*tag?
Auch wenn Frauen* in der heutigen Gesellschaft gesetzlich weitestgehend
mit Männern* gleichgestellt sind, gibt es in doch noch viele Strukturen
und Meinungen, die Frauen* und Personen mit nichtbinärer
Geschlechtsidentität (Personen, die sich weder als Mann, noch als Frau
verstehen) unterdrückt oder unsichtbar erscheinen lassen.
Zusätzlich herrschen auch noch einige Meinungen vor, die es Männern* mit
unkonventionellen Lebensvorstellungen erschweren. All diese miteinander
verknüpften und sich überschneidenden Systeme unterdrücken und behindern
uns alle in unseren Entfaltungsmöglichkeiten.

Wie manifestieren sich diese Unterdrückungen?
Da diese Frage sehr weit greift, möchten wir ein paar illustrative
Beispiele geben, wie uns von außerhalb - und, häufig ganz unbewusst von
uns selbst - unser Verhalten, unser Selbstaustdrücken und unsere
Möglichkeiten beeinflusst werden. Denn nur, wenn wir uns unserer Mängel
- und seien wir mal ehrlich, wir alle haben sie, ob wir es einsehen oder
nicht - bewusst sind, können wir sie loswerden.
In diesem Text gehen wir davon aus, dass Frauen* und Männer*
intelektuell grundsätzlich gleich sind und die in der Gesellschaft
gesehenen Unterschiede Auswüchse von ebenjenen Erwartungs- und
Unterdrückungssystemen sind. Wir halten diese Annahme für offensichtlich
korrekt.

Es beginnt bei uns zuhause in der Jugend:
Meist arbeiten unsere Väter, unsere Mütter kümmern sich um Haushalt und
Familie, arbeiten aber auch immer mehr. Diese reproduktiven Arbeiten,
genauso wie viele Care-Tätigkeiten, werden meist von Frauen*
durchgeführt; es wird häufig sogar von ihnen erwartet, Kümmern ist
schließlich Frauensache, heißt es. Nicht nur das, Männer in Care-Berufen
fühlen sich misstrauisch beäugt, v.A. wenn sie mit Kindern zu tun haben.
Wir kennen sie auch alle, die Klischees, nach denen Frauen*
(über)emotional und Männer* rationaler sind. Aber, seien wir mal
ehrlich, sind sie wahr? Wir sind alle sehr emotionale Wesen, die doch
auch vernünftig sein können. Menschen so plump einzuordnen ist höchst
reduktionistisch.

Es geht an der Uni weiter:
Laut dem statistischen Bundesamt machen Frauen* in BaWü 48% aller
Studierenden und deutschlandweit 52% aller Beschäftigten an
Universitäten und Hochschulen aus, besetzen aber nur, laut dem
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS), 26% aller
Positionen in der Hochschulleitung und nur 28% aller Professuren. Der
Begriff der gläsernen Decke ist hier korrekt angebracht.

Und selbst beim Feiern hört's nicht auf:
Viele Männer* fühlen sich bei einer Abfuhr gekränkt, oder verstehen
nicht, wie wiederholte Komplimente oder Flirtversuche unangenehm sind;
vor Allem, wenn sie in einem Kontext geschehen, in dem sie nicht
angebracht sind. Dieses Anspruchsdenken ist schädlich, nicht nur für
Frauen*, die sich so unsicherer fühlen, sondern auch für Männer*, deren
Selbstbewusstsein leiden kann, wenn sie Erwartungen nicht gerecht
werden.

Und selbst unsere Sprache schränkt uns ein:
Wenn wir von "Studenten" statt von "Studierenden" reden, beschwören wir
das Bild eines männlichen Studierenden; absurd, wenn man bedenkt, dass
Männer* nur die Hälfte ausmachen, aber als repräsentativ zu gelten
scheinen.
Und wie gehen wir mit Menschen mit nichtbinärer Geschlechtsidentität um?
Der wissenschaftliche Konsens ist, dass die beiden Geschlechter "Mann"
und "Frau" nicht die ganze Geschichte sind - viele Kulturen kennen und
kannten diversere Identitäten; aber wir sprechen immer nur von "Damen
und Herren", "Bürgerinnen und Bürgern". Wieso erkennen wir diese
Identitäten nicht an?
Genauso belastet sind viele unserer Beleidigungen: Wir verwenden "Hure"
oder "Schlampe" fast ausschließlich für Frauen, deren sexuelles
Verhalten wir missbilligen, und "Schwuchtel" für als feminin gesehene
Männer* verstärkt nur ein bestimmtes Klischee über Homosexualität.

Aber haben wir es hier nicht gut; warum beschwert ihr euch? Es ist wohl
wahr, dass es anderswo noch schlechter aussieht, aber ist das wirklich
ein Grund, nicht an Änderungen zu arbeiten? Vor Allem, wenn wir
wirkliche Veränderungen hervorrufen können, erscheint es uns nicht als
Option weiter den Status Quo zu tolerieren.

Wie wäre es im kalten Winter mit einem gemütlichen Kinoabend?

Am 24. Januar lädt das FUN Referat zusammen mit dem Studierendenwerk zu einem eindrucksvollen und zum Nachdenken anregenden Filmabend im Marstall ein.

Ab 20:00 zeigen wir „Women without Men“.

Der erste Langfilm der iranischen Videokünstlerin Shirin Neshat, der 2009 bei den Filmfestspielen in Venedig gefeiert wurde, ist in vielerlei Hinsicht ein interessantes Werk. Basierend auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Shahrnush Parsipur erzählt der Film die bewegende Geschichte von vier Frauen, die sich zur Zeit des 1953er Militärputsches im Iran sowohl in einem politisch zunehmend instabilen Land als auch gegen die soziale Vorherrschaft der Männer behaupten müssen. Auf ihrer Suche nach Freiheit kreuzen sich die Wege der sonst so unterschiedlichen Frauen.

Die politischen und gesellschaftlichen Überlegungen kleidet „Women without Men“ in überwältigend schöne Bilder, die den Film nicht nur zu einem intellektuellen,
sondern auch ästhetischen Genuss machen.

Mit der Filmvorführung machen wir als FUN Referat einerseits auf feministische Inhalte im Iran aufmerksam, und kommen andererseits auf die erschwerten Produktionsbedingungen von kritischen Independent-Filmen zu sprechen, die von und mit Frauen gemacht werden. Im Anschluss gibt es Raum für Austausch und zum Kennenlernen mit Aktiven aus dem Referat.

12.12.2016

Personalwechsel im FUN-Referat

Am Montag, dem 12.12.16 ist eine der Mitbegründerinnen des FUN-Referats von ihrem Posten als Referentin zurückgetreten.

Lea Heyer wird weiterhin aktiv mitarbeiten.

Der Referentinnenposten wird von Tamara Reith übernommen.

 

Vorabinformation: Zum 1. März 2017 werden zwei weitere Referent*innenposten zu besetzen sein.

Wir freuen uns über Interessent*innen!

 

Arbeit, Arbeit, Arbeit. Who CAREs? Geschlechterverhältnisse als Blinder Fleck der Ökonomik.

Der Arbeitskreis "Real World Economics" fragt:
Arbeit, Arbeit, Arbeit. Und wer "kümmert" sich denn bei all der (Erwerbs-)arbeit? Und wieso spielt CARE Arbeit in der Ökonomik derzeit kaum eine Rolle?

Herzliche Einladung zu einem interaktiven Workshop am 22. November 2016 um 19:15 am Campus Bergheim. "Zusammen wollen wir uns zusammen mit unserer Referentin Anna Reisch von HU Berlin der Rolle der Geschlechterverhältnissen in der Wirtschaft nähern, am Beispiel der Arbeitswelt."

Am 22. November 2016 um 19:15 in Raum 00.010, Campus Bergheim (Bergheimer Straße 58)

FEMINISMUS!?!?! Do we still need it?

Die Gleichstellung der Frau* ist doch hier in der westlichen Welt längst erreicht. Frauen* können wählen gehen, den Beruf ihrer Wahl ausüben, frei zwischen Karriere und Familie entscheiden.

Was wollt ihr denn noch mehr?

VIEL! Es gibt tausend Dinge, die uns annerven, die bereits Erreichtes bedrohen und freier Gleichberechtigung im Wege stehen. Das Bündnis [perspektive:feminismus] ruft auf zur Demonstration für eine grenzenlos:feministische Perspektive.

Am 10. Dezember 2016 ab 15 Uhr vor der Stadtbücherei Heidelberg.

Mehr Infos unter https://perspektivefeminismus2016.wordpress.com/demo/

Lies den kompletten Aufruf auf unserer Homepage nach: https://www.stura.uni-heidelberg.de/referate/frauen-und-non-binary-fun/bildungsmaterial-und-hintergrund.html

Anlässlich der Trans*aktionswoche widmet der Heidelberger "Ruprecht" den Erfahrungen von Trans*personen an der Uni Heidelberg einen lesenswerten Artikel. Auch das FUN-Referat kommt darin zu Wort.

Nachzulesen im aktuellen "Ruprecht" (Seite 3).


Ebenfalls darin: ein Schlaglicht auf die Veranstaltungsreihe [perspektive:feminismus] (Seite 10).

Was macht ihr für Erfahrungen? Schreibt uns an frauen_nb(at)stura.uni-heidelberg.de

Vom 15.11. bis 15.12.2016 dein Wunschbuch kaufen, über das FUN-Referat finanzieren und zusammen eine feministische Bibliothek aufbauen.

 

Wie das geht? Eine genaue Anleitung als How-To findest du unter der Rubrik „Abrechnungsformulare und Vorlagen“.

 

Schick deinen Anschaffungsvorschlag mit Titel und kurzer Begründung an frauen_nb(at)stura.uni-heidelberg.de.  In der darauffolgenden Sitzung diskutiert das FUN Referat den Anschaffungsvorschlag und entscheidet über die Finanzierung. Wenn über deinen Anschaffungsvorschlag positiv entschieden wurde, erstatten wir die Kosten.

 

Die Bücher werden über ein Regal in den Räumlichkeiten des StuRa in der Albert-Ueberle-Straße 3-5 allen Studierenden der Uni Heidelberg zugänglich gemacht.

 

Fröhliches Schmökern.

 

 

Vielversprechende Veranstaltungsreihe der Pädagogische Hochschule im Wintersemester 2016/17: Die Buzzwords "Diversity" und "Inklusion" werden machtkritisch beleuchtet.

„Diversity" und „Inklusion" sind anerkannte Leitbilder, wünschenswerte aber oftmals unklare Zielperspektiven in Schule und Gesellschaft. Anstatt ledliglich nach dem Nutzen dieser Konzepte zu fragen, wird hier eine kritische Perspektive eingenommen. weiter_denken fragt danach, inwiefern wissenschaftliche Institutionen, das Erziehungssystem und Pädagog*innen an der (Re-)Produktion von Machtverhältnissen beteiligt sind. Es steht dabei im Fokus, welche Rolle professionelles Handeln von Lehrer*innen in Bezug auf Diskriminierungen und Privilegierungen spielt.

Folgende Veranstaltungen erwarten euch:

 

Wut. Rassismus in der Hauptschule.

15. November - 18 Uhr - Raum 213 - Dr. Stefan Wellgraf

 

Pädagogik als Normalisierungsmacht: über die (Re-)Produktion gefährlicher und gefährdeter Körper

30. November - 18 Uhr - Raum 209 - Dr. Christian Grabau

 

Perspektiven queerer Bildungsarbeit

20. Dezember - 18 Uhr - Raum 209 - Prof. Dr. Jutta Hartmann

 

Weiss.sein und die diskriminierenden Fundamente Bürgerlicher Pädagogik

01. Februar - 18 Uhr - Raum 209 - Aretha Schwarzbach-Apithy

 

Zur Reproduktion und Destabilisierung von Heteronormativität in schulpädagogischen Interaktionen

14. Februar - 18 Uhr - Raum 209 - Dr. Bettina Kleiner

Die Kampagne [perspektive:feminismus] ist in vollem Gange. Wir freuen uns, für die Woche vom 14. bis 20. November 2016 zusätzlich auf eine weitere Veranstaltungsreihe aufmerksam machen zu dürfen: die Trans*aktionswoche Rhein-Neckar.

Trans*aktionswoche und FUN-Referat - was hat das inhaltlich miteinander zu tun?

Das Frauen* und Non-Binary Referat der Uni Heidelberg setzt sich für Menschen ein, die geschlechtsspezifische Diskriminierung im Hochschulkontext erfahren. Explizit wenden wir uns dabei nicht nur an Frauen. Mit unserem Namen und unseren Themen wollen wir besonders den Menschen Sichtbarkeit schaffen, die im Zuge der binären Konstruktion von Geschlecht häufig vernachlässigt werden.

Trans- und Intergeschlechtliche Personen erfahren auch an der Uni Heidelberg grundlegende Formen der Diskriminierung. Besonders dort, wo der Zugang zu Räumen aufgrund von Körpermerkmalen geregelt wird, kommt es zu Problemen. Welche Duschräume oder Umkleiden stehen Menschen zur Verfügung, die nach dem Hochschulsport sowohl in der Herren- als auch der Damenumkleide dumm angemacht werden? Keine. Das gleiche gilt für Toiletten. Trans- und Interpersonen erfahren hier Ausgrenzung, jeden Tag aufs Neue. Neutrale Sanitäreinrichtungen sind ein Wunsch, der im Gespräch von Betroffenen immer wieder geäußert wird. Auch im administrativen Bereich braucht es ein Umdenken. Ein einfaches Beispiel: Ist die Angabe des Geschlechts oder des Vornamens auf der Klausur wirklich notwendig? Wir sagen ganz klar: nein. Ob männlich, weiblich oder was auch immer ist für die Bewertung ganz egal.

Vor diesem Hintergrund unterstützt das Frauen* und Non-Binary Referat die Trans*aktionswoche als eine Möglichkeit, diskriminierende Strukturen sichtbar zu machen und zur Aufklärung über die Vielfalt der Geschlechter beizutragen.

Veranstaltungsbesuche wärmstens empfohlen :)

Zum Beginn des Wintersemesters 2016/17 bietet euch das FUN Referat eine Zusammenstellung von Lehrveranstaltungen an der Uni Heidelberg, die einen Bezug zu feministischen Themen aufweisen. Gehe zu: "Bildungsmaterial und Hintergrund" auf dieser Webseite, um deinen Stundenplan zu pimpen.

Du willst was ergänzen oder kannst von deinen Erfahrungen im entsprechenden Seminar berichten? Schreib uns eine Mail. Wir danken im Voraus.

[perspektive:feminismus] bringt Feministischen Content in die Öffentlichkeit
vom 17. Oktober bis 10. Dezember 2016

Der Sommer war bunt, der Sommer war fun. Und durchaus arbeitsam.

Pünktlich zum Semesterbeginn im Herbst steht ein reiches Programm auf dem Tisch. Als ein Bündnispartner der [perspektive:feminismus] lädt das FUN-Referat dich herzlich ein, vielfältigen politischen Content zu genießen und dich kräftig einzumischen.

Komm vorbei zu unserem wöchentlichen „Feministischen Salon“, tausch dich aus über Hürden und Chancen des Politaktivismus oder diskutier Möglichkeiten, wie auch Männer* Feminismus unterstützen können. Du willst eher praktisch was tun? Vielleicht ist ein Stencil-Workshop oder das Selbstbehauptungstraining für Studentinnen* das Richtige für dich. Und mit einer Offenen Bühne beim Purple Planet, mit Film und großer Abschlussparty kommt auch das Feiern und Chillen nicht zu kurz.

Such dir deine Veranstaltungen aus. Das gesamte Programm findest du hier: perspektivefeminismus2016.wordpress.com

Vorfreude! Bis bald.
Dein FUN-Referat

Stand des Frauen* und Non-Binary Referats auf der Studienauftaktmesse

Erstis Willkommen!

Mit einem Stand auf der Ersti-Messe am 17. Oktober 2016 stellt sich das Autonome Frauen* und Non-Binary Referat als Anlaufstelle in Sachen geschlechtsspezifischer Diskriminierung innerhalb der Studierendenschaft der Uni Heidelberg vor.

Von 10:30 bis 12:30 sind wir für dich da – mit Flyern, Infos, Merchandise und Zeit für einen Schnack mit dir. Ach ja: und was zu Gewinnen gibt es auch. In der Mensa im Neuenheimer Feld, direkt neben dem Queerreferat.

Wir freuen uns, dich kennenzulernen.

19.07.2016

Besuch von Rektor Eitel im StuRa am 12. Juli 2016

Am vergangenen Dienstag, den 12. Juli 2016 besuchte Universitätsrektor Prof. Dr. Bernhard Eitel den StuRa und stellte sich den zahlreichen Fragen der Vertreter*innen der Verfassten Studierendenschaft. Auch 9 Leute aus dem Frauen* und Non-Binary Referat waren anwesend und gaben dem wachsenden feministischen Netzwerk ein Gesicht.

Thema waren unter anderem die Praxis der Raumvergabe des Rektorats, eine Stellungnahme zur Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen sowie das Thema Inklusion diskriminierter Gruppen im Studienalltag. Insbesondere mit Blick auf geschlechtsbezogene Benachteiligungen an der Universität müssen wir bestürzt feststellen, wie wenig informiert Herr Eitel argumentierte. So stellte der Rektor auf die Anfrage nach einem Safer Space und Treffpunkt für Frauen* und Non-Binary an der Universität zunächst generell die Notwendigkeit für einen solchen Ort in Frage. „Da könnte ja jede noch so kleine Gruppe ankommen und Raumansprüche stellen“, so Eitel. Dass Frauen* und Non-Binary Studierende immerhin die Hälfte der Verfassten Studierendenschaft ausmachen und vor dem Hintergrund anhaltender geschlechtsbezogener Benachteiligungen an der Universität den Anspruch auf Schutzräume und Unterstützungsstrukturen haben, schmetterte er mit einer klassischen Marginalisierungsthese ab. „Wirklich“ betroffen von sexistischer Diskriminierung sei schließlich nur ein minimaler Anteil weiblicher Studentinnen*. Und für diese gebe es schließlich Anlaufstellen bei der Stadt.

Seit wann definiert ein Unirektor, wer „sich diskriminiert fühlen“ darf und wer nicht? Muss es erst zu sexueller Nötigung und Schlimmerem kommen, um die Universität zum Handeln zu bringen?

Wir sagen deutlich: sexistische Belästigungen, die Reproduktion von hemmenden Geschlechterstereotypen und manifeste Nachteile beispielsweise im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Elternpflichten und Studium sind im Unialltag keine Randphänomene. Zum von Herrn Eitel diskutierten Thema der Anwesenheitspflicht ein einfaches Beispiel: Wie stellen Sie sich eigentlich ein erfolgreiches Studieren vor, wenn der Dozent aus Gründen der „Fairness“ seine Studierenden zur Präsenz verpflichtet und sich der Verwendung von Skripten und den Möglichkeiten des E-Learnings verwehrt – während zu Hause ein Kind versorgt oder die Eltern gepflegt werden müssen?

Die Hochschule ist in der Verantwortung, gleichberechtigtes und sexismusfreies Lernen zu unterstützen, emanzipatorische Bestrebungen von Seiten der Studierendenschaft zu fördern  und die geschlechtsbezogene Diskriminierung von Studierenden abzubauen. Da hilft kein Verweis auf Gleichstellungsreferate, Frauen*beauftragte und Beratungsstrukturen, wenn diese nicht erreichbar sind und vom Rektor keinen Rückhalt haben, Probleme entschlossen anzugehen.

Diese Tranquilizer helfen uns nicht weiter. Wir fordern einen Strukturwandel und ein klares Bekenntnis der Universität gegen geschlechtsbezogene Diskriminierung. Das FUN Referat ist zur Zusammenarbeit bereit. Solidarisch, kritisch, im Dialog. Für eine feministische Hochschulpolitik.

19.07.2016

Happy Birthday, Purple Planet!

Eine DER feministischen Veranstaltungsreihen in Heidelberg feiert Geburtstag:
Der Purple Planet wird 2 Jahre alt! Das FUN Referat gratuliert herzlich. Wir freuen uns auf die kommende Zusammenarbeit und die nächste Kneipe. Und natürlich... auf eine Hammer Party am Freitag :D

Party auf dem Lila Planeten

Am 22. Juli 2016 ab 20 Uhr im Café Gegendruck, Fischergasse 2 (Heidelberg Altstadt). Es erwarten uns "Glitzer-Deko, All Female Artists-Musik vom Mischpult, Snacks, und hochwertige Alkoholika mit guten Bio-Limetten und so. Wie immer in netter Atmosphäre und mit Feminismus als Basis für eine Kneipe zum Wohlfühlen."

Hope to see ya there :)

06.06.2016

WER HAT LUST AUF FUN? Kick-Off Arbeitstreffen am 26. Juni 2016

Liebe Freund*innen des FUN-Referats,

Die letzten Wochen haben viel Neues gebracht. Wir haben uns konstituiert, die ersten bürokratischen Hürden wurden genommen und nun soll es endlich um Inhalte geben. 

Hierzu haben wir am Sonntag, den 26. Juni 2016, ein Kick-Off-Arbeitstreffen in der Albert-Überle-Str. 3-5 geplant. 

Von 10 bis 18 Uhr sollen in kleinen Gruppen verschiedene Themen besprochen und erarbeitet und unsere lang- und kurzfristigen Ziele festgesteckt werden. Dafür brauchen wir natürlich die Unterstützung, Perspektiven und Stimmen von möglichst Vielen.

Falls Du also Lust hast, dich inhaltlich mit Themen wie Gleichberechtigung an der Universität, Bildungsarbeit oder Öffentlichkeitsarbeit zu beschäftigen, freuen wir uns auf Deine Beteiligung. Wenn Du eigene Themenvorschläge und Ideen mitbringst, noch viel besser! 

Um ein produktives Arbeitsklima zu schaffen, wird es ein leckeres Mittagessen geben und auch für Snacks, Kaffee und Tee wird gesorgt.

Falls du dich schon jetzt inhaltlich mit einigen Themen auseinander setzen willst, kannst du das natürlich tun und wir finden am Sonntag Raum dafür.

Wir freuen uns auf einen produktiven und spaßigen Sonntag,

Die Referentinnen des FUN-Referates

Paula Bröcker
Lea Heyer
Lisa-Kathrin Welzel
Maria Wetzel

11.05.2016

Pressemitteilung zur Konstituierung

Das Frauen* und Non-Binary Referat stellt sich vor

Endlich ist es soweit: Das erste Frauen* und Non-Binary Referat der Verfassten Studierendenschaft der Universität Heidelberg hat sich gegründet. Die Konstituierung fand am 9. Mai 2016 unter Anwesenheit von 20 Personen statt.

“Girls* just wanna have FUN… damental rights!”

Fundamental Rights? In den letzten Jahrzehnten hat die Frauen*rechtsbewegung viel erreicht. Angefangen bei der Öffnung der Universitäten für Frauen und beim Wahlrecht, über gelockerte Regelungen rund um Abtreibung bis hin zur Förderung der Vereinbarkeit von Berufs- und Sorgetätigkeiten. Viele feministische Forderungen sind mittlerweile selbstverständlich geworden und vielen Menschen ein Anliegen.

Warum die Studierendenschaft das Referat braucht

In einer gleichberechtigten Gesellschaft leben wir trotzdem noch lange nicht. An der Uni, als einem Ort der Bildung und Wissensvermittlung, der Begegnung und des Austausches bemerken das besonders Frauen* und Non-Binary Menschen immer wieder.

In der Sprache und in “ganz normalen” Begegnungen sind wir mit Alltagssexismus konfrontiert. Sicher und ohne belästigt zu werden durch den öffentlichen Raum zu gehen ist für uns nicht selbstverständlich. Und warum sind eigentlich viel weniger Frauen* in der Lehre, als neben uns im Hörsaal sitzen? Die Vereinbarkeit von (familiären) Sorgepflichten mit Studium oder Promotion stellt uns noch immer vor große Barrieren. Und selbst beim Bier auf der Uniparty reicht kein Nein, um einfach unsere Ruhe und unsern Fun zu haben.

All diese Situationen machen uns wütend; können verletzten und überfordern. Wir sind viele. Wir wollen handlungsfähig sein.

Was wir tun werden

Frauen* und Non-Binary sind von geschlechtsbezogener Diskriminierung betroffen. An der Universität Heidelberg muss Bewusstsein für geschlechtsspezifische Diskriminierung entstehen. Progressive, gleichberechtigende Strukturen müssen geschaffen werden.

Um das zu erreichen, werden wir über Vorträge, Workshops und Diskussionen in die Uni hineinwirken. Als Anlaufstelle für studentische Gleichstellungsinitiativen sorgen wir für die finanzielle Förderung und Vernetzung von Projekten. Betroffene können sich mit ihren Beratungsanliegen an uns wenden und werden an bestehende Angebote weitergeleitet. Langfristig streben wir die Etablierung eines eigenen Beratungsangebots an.

Wir laden euch herzlich ein, euch mit euren Anliegen an uns zu wenden, mitzuwirken und uns bekannt zu machen. Redet mit uns, macht Gleichberechtigung zum Thema und bringt Feminismus mit uns auf den Tagesplan der Uni Heidelberg.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Die Referentinnen des FUN-Referats
Paula Bröcker
Lea Heyer
Lisa-Kathrin Welzel
Maria Wetzel