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Studierendenrat der Universität Heidelberg

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27.03.2014:

PM: CDU setzt sich für Zuschüsse zum Semesterticket ein

In einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Verkehrsreferat erklärt die CDU, sich auch für Gelder einzusetzen, damit der Ticketpreis jährlich nicht um 5 Euro, sondern nur zwischen 4 Euro und 4,50 Euro steigt. 

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In einem Treffen am 17. März stellten Vertreter des Studierendenparlamentes der Pädagogischen Hochschule (StuPa) und des Studierendenrates der Universität Heidelberg (StuRa) der CDU-Fraktion die aktuelle Verhandlungsposition der Studierenden für das Semesterticket vor: Die Erhöhung des Sockelbetrages ohne jegliche Mehrleistung um 3,30 Euro akzeptieren die Studierenden. Dafür soll jedoch der Ticketpreis nur moderat und orientiert an der jährlichen Preissteigerungsrate fest ansteigen. Momentan bietet der Verkehrsverbund Rhein-Neckar den Studierenden eine fixe Preissteigerung in Höhe von 5 Euro pro Semester an. Aus Sicht der Studierenden ist das immer noch zu viel, wie PH-StuPa-Vertreterin Aline Simpson betont: „Das neue Modell garantiert ja dem VRN jedes Jahr Mehreinnahmen, für die er sich nicht rechtfertigen muss. Daher fordern wir von dem VRN, dass er uns noch stark entgegenkommt.“

In dem aktuellen Vertragsangebot wurden nur vage Preisobergrenzen festgelegt, die jedes Jahr um 8 Euro steigen. So kam es oftmals zu nicht nachvollziehbaren Preissteigerungen wie zuletzt 2009 in Höhe von 10,70 Euro. In den letzten drei Jahren stieg der Ticketpreis jedoch um durchschnittlich vier Euro. "Dies rührte auch daher, dass der Markt aus Sicht des VRN nicht mehr hergab. Diese vier Euro möchten wir nun festschreiben, damit das Ticket sozialverträglich bleibt. Da der VRN auch bei der Festschreibung ein wenig mehr Puffer benötigt, sollte sich das Angebot zwischen 4 Euro und 4,50 Preisanstieg pro Jahr einpendeln", so Verkehrsreferent Adrian Koslowski. Man müsse den Studierenden angesichts der bereits großen Unzufriedenheit von 70 Prozent der Studierenden mit dem aktuellen Preis ein akzeptables Ergebnis vorweisen, das nicht nur  für den VRN Planungssicherheit, sondern auch für die Studierenden ein bezahlbares Ticket biete.

"Gerade das BAföG zeigt die Schieflage, die bereits jetzt herrscht: Während es jährlich in den letzten Jahren optimistisch geschätzt lediglich um circa 0,8 Prozent gestiegen ist, stieg der Ticketpreis seit dem Wintersemester 1998/99 um weit mehr als drei Prozent pro Jahr", so Verkehrsreferent Vinojan Vijeyaranjan: 1998/99 betrug der Ticketpreis inklusive Sockelbetrag ohne Heidelberger Abendregelung 66 Euro. Legt man eine jährliche Preissteigerungsrate von drei Prozent zugrunde, so errechnet sich ein Preis von circa 103 Euro. Tatsächlich liegt der Preis heute mit 162,50 um fast 60 Euro höher. "Nach diesen überproportional teuren Erhöhungen sind uns 5 Euro fixer Preisanstieg einfach zu viel. Auch daher fordern wir eine feste, jährliche Preissteigerung, die sich zwischen 4 Euro und 4,50 Euro bewegt", so Verkehsrefentin Katerina Deike.

Nur so könne man den Studierenden eine Zustimmung in der Urabstimmung Mitte Mai guten Gewissens empfehlen. Sollte diese scheitern, drohe ein verkehrs- und wohnungspolitisches Chaos in Heidelberg. Dr. Jan Gradel, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat der Stadt Heidelberg: "Die Forderungen der Studierenden sind sehr konstruktiv, berechtigt und gut durchdacht. Für die Stadt Heidelberg geht es beim Semesterticket zudem um mindestens drei Millionen Euro pro Jahr aus Landesmitteln und Zuschüssen, auf die man angesichts des aktuell schon hohen ÖPNV-Defizits von 30 Millionen Euro nicht verzichten kann. Die Folgen einer scheiternden Urabstimmung sind nicht absehbar. Angesichts dessen geht es in den Verhandlungen nur noch um einen jährlichen Bertrag zwischen 50.000 und 80.000 Euro, um ein gutes Angebot für die Studierenden zu erzielen. Der VRN muss noch auf diese Forderungen eingehen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass VRN und Stadt im Zweifel gemeinsam bis Mitte Mai diese Differenz begleichen und dieser letzte wichtige Schritt auf die Studierenden zugegangen wird." Hierzu Verkehrsreferent Ziad-Emanuel Farag: "Wir freuen uns, dass die CDU als große kommunalpolitische Kraft die nachhaltige umwelt-, verkehrs- und wohnungspolitische Bedeutung eines guten Semestertickets für alle Beteiligten erkennt und auch bei der Stadt um finanzielle Unterstützung für die Studierenden wirbt. Wir hoffen, dass andere Parteien sich daran ein Beispiel nehmen".

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