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24.04.2014:

Solidarpakt III gefährdet die Lehre

Vor allem an den medizinischen Fakultäten drohen Verschlechterungen - landesweite Demo am Montag in Stuttgart

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PM der FS Medizin Heidelberg zu den drohenden Kürzungen

Heidelberger Medizinstudierende sehen die Entwicklungen der Verhandlungen über den Solidarpakt III äußerst kritisch. Falsche Entscheidungen könnten die Lehre an der Ruprecht-Karls-Universität und den anderen Hochschulen in Baden-Württemberg zukünftig gefährden, insbesondere an medizinischen Fakultäten. Sie rufen daher gemeinsam mit der Fachschaft Medizin Tübingen zur Demonstration am Montag, 28. April 2014 in Stuttgart auf.

Die Heidelberger Medizinstudierenden sehen die Entwicklungen des Solidarpakts III, der den Ende 2014 auslaufenden Solidarpakt II ablösen soll, äußerst kritisch. Durch die vom Bund vorgeschriebene Schuldenbremse könnte zukünftig an den Hochschulen gespart werden, was langfristig die Lehre verschlechtern würde.

"Sollte in irgendeiner Form die Idee in Erwägung gezogen werden, die Mittel für die Hochschulen zu kürzen oder umzuverteilen, wäre das ein desaströser Zustand für die exzellente Lehre der Universität Heidelberg", äußern sich dazu die Studenten der Fachschaft Medizin Heidelberg, deren Fakultät bei einem möglichen Wegfall der entsprechenden Finanzierung besonders viele berufsrelevante Angebote in der Lehre einbüßen müsste.

"Argumente wie die Umverteilung der Mittel zur besseren Förderung bringen nicht viel, da am Ende immer noch nicht genügend Geld vorhanden ist. Die Grundfinanzierung hat sich seit dem ersten Solidarpakt 1997 nie an die ständig steigende Zahl der Studierenden angepasst. Schon jetzt reichen die Mittel nicht mehr - unsere Universität kann beispielsweise mit der Grundfinanzierung noch nicht einmal ihre Stromkosten decken. Wer in dieser Situation daran denkt, die Mittel noch weiter zu kürzen oder so umzuverteilen, dass letzten Endes weniger Geld zur Verfügung steht, ist sich der Tatsache nicht bewusst, dass man an Bildung nicht sparen darf", so die Studenten weiter.

Die Heidelberger Medizinstudierenden fordern:

  1. Die Grundfinanzierung sowie die übrigen Mittel müssen zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Lehre erhöht werden!
  2. Eine Kürzung der Mittel darf auf keinen Fall in Erwägung gezogen werden!
  3. Zweitmittel dürfen nicht in Erstmittel überführt werden!

Unter einer schlechteren Ausbildung der Studentenschaft und insbesondere der Ärzteschaft von morgen würden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die gesamte Bevölkerung leiden. "Stellen Sie sich vor, Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ist aufgrund einer schlechten Ausbildung nicht kompetent. Würden Sie sich dann mit Ihren Sorgen an diese Person wenden?", äußern sich dazu die Medizinstudierenden. "Durch eine schlechtere Finanzierung der Lehre trotz steigender Studentenzahlen können nicht genügend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte von morgen ausgebildet werden. Und wir dürfen nicht vergessen, dass die Politik bei jeder Gelegenheit betont, dass wir einen Ärztemangel haben. Das ist unsere Sorge, deshalb wollen wir etwas dagegen unternehmen und sicherstellen, dass der Solidarpakt III eine sichere Finanzierung von guter Lehre ermöglicht."

Zu diesem Zweck ruft die Fachschaft alle Studierenden Baden-Württembergs dazu auf, an der gemeinsamen Demonstration am Montag, 28. April 2014, um 11:30 in Stuttgart auf der Königstraße vor dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst teilzunehmen. Die Presse wird in diesem Zusammenhang ebenfalls herzlich eingeladen und um Berichterstattung gebeten.

Ansprechpartner für weitere Informationen und Rückfragen ist Özden Dogan, Koordinator der Fachschaft Medizin Heidelberg und Leiter des Arbeitskreises Public Relations (oezden.dogan@yahoo.de).

PM als pdf

 

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